Mallorca V – Torrent de Pareis

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Ein weiteres Mal klingelt der Wecker früh. Wieder liegen anderthalb Stunden fahrt vor uns. So klein Mallorca auch ist, so lang können die Fahrzeiten trotzdem sein. Gerade im bergigen Norden, wo es uns auch dieses Mal hin zieht, braucht man für wenige Kilometer ziemlich lange. Den Anfang in dieser Galerie machen Fotos aus der atemberaubenden Bilder aus der Schlucht des Torrent de Pareis. Von der Bucht aus arbeiten wir uns so weit vor wie wir gemütlich zu Fuß kommen, während neben uns Kleterrer die Wand erklimmen und immer und immer kleiner werden. Bei genauem Hinsehen findet man in allen Winkeln alte Sicherungsseile und Karabiner. Das ausgetrocknete Flussbett zieht sich durch eine einfach abgefahrene Landschaft. Gerne wäre ich noch weiter dem Bach gefolgt, doch das hätte das Schuhwerk auf dem Untergrund nicht hergegeben.

Weiter geht es mit Bildern aus den Gärten von Alfabia, einer touristisch aufbereiteten Gartenanlage. Zum Abschluss noch ein paar Fotos von einem Sonnenaufgang vor dem Hotel.

Mallorca IV – Cap Formentor

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Die Uhr zeigt gerade einmal halb drei, als der Wecker klingelt. Wenig später schließen sich die Autotüren und nur Minuten nach vier starten wir nach Cap Formentor, der nördlichste Punkt Mallorcas. Wir wollen vor Sonnenaufgang dort sein um eben diesen zu bewundern. Bei der anderhalbstündigen Fahrzeit bleibt uns nichts anderes übrig als so früh zu starten. Dass sich das freue aufstehen gelohnt habt, kann ich schon mal vorweg nehmen.

Auf dem Hinweg arbeiten wir uns langsam über kurvige Straßen und Serpentinen bis hin zum Leuchtturm. Noch ist von der Landschaft nichts zu erkennen, maximal schemenhaft erheben sich einige Berge links und rechts. Beim Leuchtturm angekommen hebt dieser sich gerade gegen einen Blassblauen Himmel ab. Mein Motiv habe ich schnell gefunden, die Kamera ist genau so schnell aufgebaut und nun heißt es warten und genießen.

Auf dem Rückweg haben Ziegen die Straße erobert. Überall wandern sie in kleinen und größeren Gruppen umher. Besonders eilig uns aus dem Weg zu gehen haben sie auch nicht. Bevor wir uns um das Frühstück kümmern halten wir noch an einem kleinen Aussichtspunkt und werfen einen Blick zum Fernsehturm. Auf dem weiteren Weg passiert dann nicht mehr so viel.

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Mallorca III – Palma

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In diesem Bloggbeitrag aus Mallorca möchte ich euch ein paar Eindrücke aus Palma und ein paar Stränden zeigen

Mir scheint als hätte dieses “Seele baumeln lassen” eine gewisse Wirkung auf meine Motivwahl. Bei der ersten Auswahl der Bilder für diesen Beitrag war etwa die Hälfte Fotos von brandenden Wellen und schäumender Gischt. Ich weiß nicht wie viele kleine Fotosessions ich gemacht habe um diese aufzunehmen. An allen möglichen Locations. Ich habe die Auswahl dann lieber noch einmal angepasst und mehr Bilder aus Palma hinein genommen.

Wobei sich unser Besuch in Palma sehr auf die Kathedrale und die nähere Umgebung beschränkte. Dabei gibt alleine dieses beeindruckende Bauwerk Möglichkeiten für Stunden Fotografie. Das einfallende Licht durch die Buntglasfenster erzeugt ein irres Farbenspiel.

Zurück ging es für uns nicht quer durch die Insel, sondern entlang der südlichen Küste bis hin zu einem, wie wir dachten, halbwegs versteckten Strandabschnitt. Wie gut versteckt und wie unbekannt er war lässt sich gut auf den Bildern erkennen. Die Bucht war voll von größeren und kleineren Schiffen, der Strand war voll von Menschen auf Liegen und Handtüchern. Diese eigentlich zwei Strände liegen am Rande des Naturschutzgebietes Cala S’marador. Eine ganze Reihe Wanderwege ziehen sich durch das Gebiet. Die meisten kommen aber wegen des Wassers, das hier noch klarer ist als ohnehin schon um die Insel herum.

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Mallorca II – Castillo

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Mir fiel die Zusammenstellung der Fotos aus dieser Reise nicht so leicht wie sonst. Dieses Mal waren wir nicht jeden Tag unterwegs, so dass ich die Fotos nicht einfach nach Tagen sortieren kann. Dafür haben wir viel die Seele baumeln lassen und die Insel genossen. An machen Tagen habe ich über 400 Bilder geschossen, an anderen nur ein kleines Dutzend, manchmal sogar gar keine Fotos. Also werde ich versuchen die Fotos von Mallorca sinnvoll in kleine Grüppchen zusammen zu fassen, so dass sich eine Reihe Beiträge mit etwa gleich großen Portionen Fotos ergibt. In diese Galerie habe ich Fotos aus einer kleinen Wanderung zum Castillo de sa Punta de n’Amer gesteckt. Dabei sind uns neben fantastischen Ausblicken, Hauspapageien, Esel und halbwilde Katzen, die gemeinsam mit Hühner leben begegnet. Zusätzlich war es sehr spannend mal die hotelerfüllte Promenade aus entgegengesetzter Richtung zu betrachten. Beeindruckend aber auch ein bisschen beängstigend wie sich Hotel an Hotel reiht und eine große weiße Front bildet. Da war es sehr schön mal durch die Natur zu wandern und etwas anderes zu sehen. Hier war man tatsächlich mal fast alleine und nur von Natur umgeben.
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Mallorca I – Flug und Einleitung

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Bei dem Namen Mallorca haben die meisten, behaupte ich jetzt mal, sofort ein gewisses Bild vor Augen. In der Mitte dieses Bildes meist ein Eimer alkoholhaltiger Getränke, drum herum eine Meute Jugendlicher. Tatsächlich macht dieses Bild nur einen sehr kleinen Teil dieser großartigen Insel aus. Den großen Rest nehmen atemberaubende Landschaften aus felsigen Küsten, steilen Bergen und sanften Hügeln, unglaublich klarem und blauem Wasser, Schluchten und so weiter.

Mit dieser und den nächsten vier Fotoserien möchte ich euch eben diese andere Seite der Insel zeigen.

Den Anfang machen Fotos vom Flug sowie einige Eindrücke der Küste von Cala Milor und Porto Christo.

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Kassel und die Documenta 14

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Mitte August, zur Ausgehenden Documenta 14, war ich ein paar Tage in Kassel. Bei reichlich Sonnenschein habe ich drei Tage lang die Stadt erkundet.

Am ersten Tag ging es vom Fridericianum durch die Karlsaue, sich ein wenig in die Documenta einfühlen. Bei bestem Wetter bot sich gleich die Gelegenheit zu ein paar tollen Fotos. Auf dem Rückweg stolperte ich dann über die Aufführung einer Gruppe Streetdancer. Tag zwei fand dann hauptsächlich Innen statt. Vor allem die Ausstellungen im Fridericianum, der Neuen Neuen Galerie und der Documenta-Halle habe ich mir ausführlich angesehen. Tag drei war dann dem Bergpark Wilhelmshöhe gewidmet. Ziemlich viel Kletterei mit unglaublich schönen Ausblicken.

Bedauerlicherweise kann ich euch von Tag zwei und drei keine Bilder zeigen, da die Veröffentlichungsrechte mich 1400€ kosten würden. Ich hoffe euch gefällt die verschlankte Galerie trotzdem.

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Wandern in der Lüneburger Heide – Tag 7

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Schon sonderbar. Auf ein Mal liegt die letzte Etappe vor mir. Die letzten 15 Kilometer von Soltau nach Wietzendorf. Das Wetter ist am letzten Tag noch einmal auf unserer Seite. Diesen letzten Abschnitt wandern wir wieder nur zu zweit und auch gemeinsam.

Zuerst meiden wir Soltau. Zum einen wollten wir ja mehr Natur erleben und zum anderen kennen wir Soltau aus unserer Vergangenheit mehr als gut. Wir umgehen die Stadt also nördlich und stoßen bei Tiegen wieder auf den Heidschnuckenweg. Der Trend der letzten Tage setzt sich auf diesem Verbindungsstück zwischen Nord- und Südheide leider fort, dass es oft über stark ausgebaute Wege oder an Landstraßen entlang geht. Ein Teil des Weges führt entlang eines militärischen Sperrgebietes auf dem Randstreifen einer Bundesstraße. Alles in allem gibt es zwar sehr schöne Abschnitte, zum Beispiel nördlich von Meinholz. Insgesamt ist die Sicht aber von Kulturlandschaft geprägt wie ich sie auch zuhause habe, wenn ich mich ein paar Minuten aufs Rad setzte.

Das ist sicherlich notwendig um uns Wanderer in den Süden zu führen wo unter anderem der Naturpark Südheide auf uns warten würde, sowie das Naturschutzgebiet Weserbach und andere riesige Wälder. vielleicht aufgrund der Landschaft in den ersten drei Tagen und dem was auf einen warten würde, wenn man denn weiter wandern würde, fühlt sich dieser, so wie der Abschnitt gestern, nach einem Weg an auf dem man schnell sein möchte. Zumindest geht es mir so, das es sich hier anfühlt wie eine Überbrückung, eine Werbepause. Und genau so würde ich sie gerne überspringen.

Vielleicht aufgrund ausgiebiger Diskussionen mit meiner Begleitung oder weil die Landschaft eher gleichmäßig dahin plätschert, vergeht die Strecke erstaunlich schnell und schon nach gerade einmal sechs Stunden (Trotz langer Pausen) erreichen wir unser Ziel.

Damit enden bei Kuchen und Tee 7 Tage Wanderung, 150km und etwa 55 Stunden auf den Füßen. Fühlt sich verdammt gut an das mit dem Gepäck durchgehalten zu haben,

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Wandern in der Lüneburger Heide – Tag 6

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Vor diesem Tag graust mir ein wenig. 23 Kilometer an Bahnschienen, Autobahnen und Vergnügungsparks entlang. Dazu haben sich dicke schwarze Wolken am Himmel breit gemacht. Der Wetterbericht sagt starke Schauer vorher.

Der Anfang ist jedoch noch gut. Entlang der Bahnstrecke des Heide-Express geht es durch dichten Wald. Mitten drin, Kilometer weg von Parkmöglichkeiten oder Häusern gibt es einen kleinen Abenteuerspielplatz.Von da ab wandern wir nicht nur an der Bahn, sondern auch entlang der Luhe. Einer dieser kleinen Flüsschen, die uns in der Heide schon des öfteren begegnet sind. Seine Quelle besteht aus mehreren kleinen Seen die wundervoll ruhig da liegen. Einige Bänke laden zum verweilen ein. Lediglich das Dröhnen der Autobahn direkt nebenan stört.

Doch an dieser geht es noch eine ganze Weile entlang, was das Bild von Natur ziemlich stört und eine Unruhe in mir aufkommen lässt. Zum Glück geht es bald darunter hindurch und es wird etwas ruhiger, auch wenn ich mich dafür jetzt wieder der Landwirtschaft nähere und den Forst hinter mir lasse. Von Westen rollt eine dunkle Wolkenfront über den Himmel, der kurzzeitig noch aufgeklart war. In der Ferne ist der Regen bereits zu erkennen. Auf einer kleinen Bank am Ende des Waldes halt ich noch einmal an, packe mich und die Kamera wasserdicht ein und ruhe mich noch ein paar Minuten aus. Kaum das ich weiter will erreicht mich die Regenfront und von jetzt auf gleich wird das Land mit einem schweren Schauer eingedeckt. Ich genieße den Anblick noch einen Moment bevor ich mich wieder auf den Weg mache.

200 Meter weiter lässt der Regen auch schon wieder nach und stimmt sich auf einen sanften Landregen ein. Dazu ist er angenehm warm und verschafft irgendwie gute Laune. Der Weg wird nun wieder erträglicher als ich gedacht hätte. Es geht zwischen Wald und Feld entlang, durch kniehohes Gras, später dann wieder in die Heide auf den Kreuzberg. Die Kamera bleibt jedoch erst einmal im Rucksack, denn es rollen immer wieder schwarze Wolkenbänder mit Schauern heran.

Hinter Deimern beruhigt es sich zwar wieder, dafür gelangen wir in die Ausläufer des Heideparks und damit auf breite Forststraßen ohne jeden wirklichen Reiz. Das bessert sich auch nicht als wir über den riesigen Parkplatz laufen. Erst ein paar Kilometer an einer großen Angelanlage wird die Aussicht für wieder besser. Alles in allem hat der Regen zwischendurch sehr gut getan und die Laune deutlich gehoben, die aufgrund der Wanderung entlang der Autobahn und über breite, eintönige Pfade nicht so gut war.

Diese Nacht im Hotel ist dann plötzlich auch die Letzte der Wanderung.

Wandern in der Lüneburger Heide – Tag 5

 

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So langsam wird mit bewusst das sich die Reise schon wieder dem Ende entgegen. Zu Beginn hatte ich mich noch gefragt ob ich die Tage muskulär überhaupt durchhalte. Ich gehe zwar zuhause auch gerne meine zehn Kilometer spazieren, aber sieben Tage lang im Schnitt etwas über 20 Kilometer laufen ist dann doch eine andere Sache. Nach etwas über der Hälfte kann ich aber erstaunt feststellen das weder Kondition noch Muskeln ein Problem sind. Klar schmerzen abends die Füße, doch das legt sich inzwischen nach wenigen Stunden wieder. Meine Blase ist unter einer komplizierten Schicht aus Pflastern begraben und somit auch erträglich.

Heute geht es von Schneverdingen nach Bispingen. Unser Weg führt uns zuerst die Alternativroute des Heidschnuckenwegs zurück Richtung Hauptroute und dann entlang des E1 nach Süden. So bleibt uns mehr Landschaft und wir ersparen uns einige Kilometer durch kleine Dörfer. Heute wandere ich fast die komplette Strecke für mich. Bisher habe ich kaum Tiere vor die Linse bekommen. Von einigen Käfern mal abgesehen. Es ist ohnehin schwer beim wandern wilden Tieren zu begegnen.

Dülmener Pferde auf einer Weide in der Nähe des Hof Tütsberg

Anfänglich habe ich echt unterschätzt wie laut ich beim Gehen bin. Wenn erst einmal die Stadt mit all ihren Geräuschen weg fällt und der Gesang verschiedener Vögel einem bei jeden Schritt begleitet kommt einem die Welt so wunderbar leise vor. Doch um Wildtiere zu sehen bin ich bei jedem Schritt noch immer viel zu laut und es fehlt mir die Zeit so lange an einem Ort zu bleiben, dass sie sich wieder heraus trauen. Eigentlich müssten ich mir dafür ein kleines Zelt mit nehmen und an einem sehr ruhigen Ort einen ganzen Tag bleiben. Nunja, vielleicht das nächste Mal. Heute reduziere ich die meine Lautstärke indem Gespräche weg fallen und nur noch eine Lärmquelle vorhanden ist, statt drei. Zudem lasse ich mir bewusst für die 17 Kilometer Zeit. Es reicht ja wenn ich zum Abendessen im Hotel bin.

Und tatäschlich geht mein Plan auf. Viel früher sogar als gedacht. Nach nur knapp zwei Kilometern in der Heide wagt sich bei einer kurzen Rast ein Feldhase hinter mir über den Weg. Er lässt mir genug Zeit das Objektiv zu wechseln und ein paar Bilder zu machen, bevor er wieder in der Heide und aus meinem Sichtfeld verschwindet.

Weiter geht es, vorbei an der Alfred-Toepfer-Akademie, durch abwechslungsreiche Landschaft, von Heide über Wälder voller kleiner Seen und Felder. Ein Rohrweidenpärchen kreist über den Weizen und Roggenfeldern auf der Suche nach Beute. Überhaupt sind heute noch mehr Vögel als sonst zu sehen. Anstelle einzelner Tiere ziehen ganze Schwärme von Baum zu Baum.

Über lange gerade Strecken geht es bis kurz vor Beringen. Dort gibt es eine große Weide mit Dülmener Pferden. Die Stuten haben gerade Fohlen und sind freundlicherweise gerade dich am Weg. Eine gute Gelegenheit für eine Pause um ihnen zuzusehen und ein paar Fotos zu machen.

Etwas weiter biege ich dann auf den E1 nach Süden ab. In der Ferne ist der Snow Dome zu sehen. Ehrlich gesagt wird es ab hier recht langweilig. Die Landschaft besteht fast ausschließlich aus Landwirtschaft und so habe ich viel Zeit zum nachdenken bis ich schließlich das Hotel erreiche.

Wandern in der Lüneburger Heide – Tag 4

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Nach einer langen und erholsamen Nacht beginnt der Tag mit einem steilen Anstieg. Heute liegen “nur” 17km vor mir. Das ist nur ein bisschen mehr als Tag zwei und ich bin deshalb trotz meines Fußes optimistisch. Dem geht es nach der Nacht deutlich besser. Schmerzfrei ist allerdings anders.

Steil – also für Heideverhältnisse – geht es den Wilseder Berg hinauf. Die Aussicht kann locker mit dem Brunsberg mithalten. Allerdings soll es zur Blütezeit der Heide hier so voll sein, dass man sich kaum bewegen kann. Gut das wir so früh dran sind, so sind wir gänzlich alleine und können in aller Ruhe den Blick über das Land genießen. Das Wetter meint es heute auch gut mit uns. Mehr Sonne und weniger Wolken.

Endlich zeigen sich auch mal ein paar seltenere Tiere. Eine Blindschleiche kreuzt meinen Weg. Schmetterlingsraupen kann man bei genauem Blick entdecken und Spinnen bauen spannende Netze in Holzstapeln und zwischen Ästen.

Hinter Niederhaverbeck verlassen wir den eigentlichen Heidschnuckenweg und nehmen die Variante “Osterheide” in Richtung Schneverdingen. Hier geht es hauptsächlich über breite Forstwege durch den Wald. Ein Trend der sich im Übergang zwischen Nord- und Südheide in den nächsten Tagen noch fort setzen wird.

Auch wenn ich mich inzwischen gut an die Art der Kennzeichnung gewöhnt habe und nur noch selten auf die Karte sehen muss schaffe ich es an diesem Tag den Weg an einer Abzweigung nicht zu finden. Es braucht drei Fehlversuche und einiges zielloses umher irren bis ich das nächste “H” gefunden habe und wieder auf Kurs bin.

Da die Strecke nicht besonders lang ist nehme ich mir viel Zeit um nach Motiven zu suchen, stehen zu bleiben und verschiedene Blickwinkel zu testen. In den letzten Tagen habe ich erstaunlich schnell gelernt wo die Grenzen meines Körpers sind und wie weit ich darüber hinaus gehen kann. Auch fällt es mir jetzt leicht die noch ausstehende Entfernung und die Zeit die ich dafür brauche einzuschätzen. Deshalb gönne ich mir eine schöne lange Pause auf einer einsamen Bank mitten in der Heide. Beobachte wie sich Vögel über das Kraut und zwischen den einsam stehenden Bäumen jagen, lausche den Rufen des Kuckucks. Ich bin mir sicher das es immer ein und der selbe ist, der mir voraus fliegt und sich gekonnt versteckt um mich zu ärgern.

Zum Schluss geht es noch einmal entlang eines kleinen Waldes auf schmalen Wegen und gleich könnte man gefühlt noch einmal so weit laufen wie bis hier her.

In Schneverdingen angekommen stelle ich fest, das meine Blase sich geöffnet hat und nur die Lage aus Blasenpflastern das schlimmste verhindert. Außerdem muss ich unbemerkt in einer Schonhaltung gelaufen sein um den Druck vom Ballen zu nehmen. Das hat mir allerdings einige weitere Blasen eingebracht.

Zu Tag 1

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