Wandern in der Lüneburger Heide – Tag 2

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Vor uns liegt ein sonderbarer Tag. Wir wandern 15 Kilometer von Buchholz nach Handeloh, steigen dort in die Bahn und fahren zurück nach Buchholz. Grund dafür ist, dass es in Handeloh nur ein Hotel gibt und das ist ausgebucht. Hat es gestern Abend noch geregnet ist es heute wieder trocken und scheint auch so zu bleiben. Unser Hotel liegt so weit südlich in Buchholz und damit ein gutes Stück abseits des Heidschnuckenwegs, das wir beschließen nicht zurück und einmal quer durch die Stadt zu laufen, sondern Buchholz südlich zu umgehen und dann den Wanderweg wieder aufzunehmen. Ich bin eh kein großer Fan von Stadtarchitektur und verpasse daher mit der Kamera nichts.

Jetzt mit anständiger Wanderkarte ausgerüstet lässt sich dem Weg viel leichter folge. Zudem haben wir uns langsam an die Ausschilderung gewöhnt. An Kreuzungen muss man öfters mal einige Meter weit zurück oder in die möglichen Abzweiger hinein um das nächste “H” zu finden.

Eine Weile lang führt uns der Weg an den Bahnschienen lang bevor er nach Westen abbiegt. Von nun an geht es durch wunderschönen dichten Wald immer leicht Bergauf. Ganz oben auf dem Brunsberg angekommen bietet sich uns eine fantastische Aussicht, das zur Blüte atemberaubend schön sein muss. Ich nehme mir reichlich Zeit für Panoramen und noch mehr Fotos. Da es auf dem Berg extrem windig ist und meiner Begleitung kalt wird, bin ich ab da alleine unterwegs. Zwar geht mein Weg kurz am Ortsrand von Holm-Seppensen vorbei, doch viel sieht man davon nicht. Das Gefühl von Natur bleibt ungestört.

Kurz bevor wir den Pferdekopf erreichen treffen wir das erste Mal auf Ziegen und Heidschnucken. Und zwar verdammt viele. Sehr viele. Zwar alle in einem Gehege hinter einem Zaun, aber sie kommen alle an und blöken und meckern. Mit den Erfahrungen von gestern nutze ich die Gelegenheit für eine sehr lange Zeit Pause zu machen. Man muss es ja nicht gleich am zweiten Tag noch einmal übertreiben. So brauche ich für etwa zehn Kilometer weniger gerade eine Stunde weniger als gestern. Meine Füße danken es mir aber.

Ich merke die Vorbelastung dann doch und bin nicht unglücklich über die kurze Strecke. So kommt auch durchaus etwas Freude auf den Bahnhof in Handeloh erreicht zu haben. Mittels Bahn und Taxi zurück im Hotel und beim Abendessen wird die Route für den nächsten Tag geplant. Dabei fällt auf, dass anders als bei der Planung angegeben die nächste Strecke nicht 14, sondern 24 Kilometer beträgt. Das ist dann zum Abschluss des Tages noch einmal ein kleiner Dämpfer.

Tag drei folgt dann in einer Woche. Bis dahin.

Zu Tag 1

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